Der Herbst-Cup in Essen Kettwig ist zum Abschluss der Ruder-Saison stets einer der Höhepunkte. Dies gilt umso mehr, als er pandemiebedingt im letzten Jahr ausfallen musste.

Doch nun wurde der 30. Herbst-Cup am vergangenen Wochenende unter strengen Hygienemaßnahmen, mit 3G-Reglen und Einlasskontrolle ausgetragen. Der Herbst-Cup wird über insgesamt 4 Teilstrecken von 250, 750, 2.500 und 4.000 Metern lediglich in Vierern und Achter ausgetragen. Ruderer aus ganz Deutschland, den Niederlanden und Österreich waren mit ihren Booten angereist und gingen an den Start.

Der Akademische Ruder-Club zu Münster war mit einem reinen Club Mixed Achter und mit Heiko Gravelschomaker in einer Renngemeinschaft mit Ruderern der RV Neuss, Waltrop, des RC Germania Düsseldorf, Düsseldorfer RV, Hamm und Rostock am Start. Der Mixed Achter belegte auf den Langstrecken jeweils den 6ten und auf den Kurzstrecken jeweils den 5ten Platz, sodass am Ende ein 6ter Platz in der Gesamtwertung heraus kam.

Dennoch hat es allen Freude gemacht. Man konnte wieder einmal Regattaerfahrung sammeln, fand sich im Team gut zusammen, war als reiner Club-Achter vertreten und stellte sich die berechtigte Frage: Was wären die Plätze eins bis drei wert, wenn es nicht auch die Platzierungen vier bis sechs geben würde?

Beim Masters-  wie auch beim Junioren- und Senioren-Achter der Wettkampfklasse 2 war jeweils nur 1 Boot gemeldet. Dementsprechend hätten alle Rennen ausfallen müssen. Die Regattaleitung hat sich dann, nach Rücksprache mit allen Beteiligten, dazu entschieden, die Achter aller Altersklassen gegeneinander antreten zu lassen. Die Senioren wurden dabei als theoretisch schnellstes Boote eingestuft und die Junioren und Masters bekamen Zeitgutschriften um eine Chancengleichheit herzustellen. In der Praxis stellte sich dann jedoch schnell heraus, dass die Junioren das schnellste Boot stellten und auch die Masters, mit im Schnitt mindestens 30 Lebensjahren mehr, sich an diesen orientieren mussten. Am Ende konnten die Masters, sicherlich auch bedingt durch die Zeitgutschriften, die beiden Langstrecken gewinnen und belegten auf den Kurzstrecken jeweils Platz 2 hinter den Junioren. Die Kurzstrecken werden, anders als die lange Strecke, direkt gegeneinander gestartet. Natürlich lagen die Junioren im Ziel hier vorne, allerdings nicht kampflos. Sie wurden durchaus gefordert und so  ging es in den Endspurt. 

Dank guter Verbindungen zum Olympiastützpunkt Dortmund, wurde kurzfristig der Steuermann des U23 National-Achters verpflichtet, der durch seine präzise Ansprache noch die ein oder andere Sekunde heraus holen konnte. 

Durch jeweils zwei erste und zwei zweite Plätze der Masters und der Junioren standen bei Masters und Junioren in der Endabrechnung jeweils 6 Punkte und somit Gleichstand. Nach Einberechnung der Zeitgutschriften, waren die Masters die insgesamt schnellere Zeit gerudert und konnten zum Abschluss der Regatta Pokal und Siegershirts von der Regattaleitung entgegen nehmen.

Heiko Gravelschomaker vom ARC zu Münster: Ein tolles Ruder-Wochenende, bestes Wetter mit ruhigem Wasser, guter Stimmung und einem Steuermann aus der Nationalmannschaft im Achter.