Prolog
Forderungen nach Verbesserung der eigenen Rudertechnik gibt es nicht nur bei Leistungsruderern, sondern auch bei Breitensportlern. Sie werden im ARC nur nicht so häufig erfüllt. Ab und zu allerdings gehen auch solche Wünsche in Erfüllung: Claudia und Andreas hatten ein solches Anliegen, sprachen mit Marion und Monika noch zwei Ruderinnen an, und stellten somit den vom Sportvorstand Michael geforderten Vierer. Termine waren schnell für Hiltrup ausgemacht.

 

Akt 1
Etwas theoretische Physik am Anfang erhöht später das Verständnis für die Anweisungen des Trainers. In der „Müggel“ wurden Grundlagen geübt: Einstellungen des Stemmbretts, der Rollbahn, das Spiel zwischen beiden Einstellungen geklärt, Einzelrudern, Körper-und Skullhaltung, Schlagaufbau, schnelles Wasserfassen (ein besonders nötiges Anliegen des Trainers), Synchronisation der Ruderer. Abschließende Fehlerdiskussion und schlechte Träume?

Akt 2
Nun werden „Sinnlichkeiten“ geweckt. Rudern ohne Sehhilfe, nur durch Gehör gesteuert. „Geräuschloses“ Rudern erzwungen durch technisch sauberes Drehen der Skulls in der Dolle und „Herausheben“ der Ruderblätter aus dem „Loch“, statt kräftiges Klappen. Und wieder schnelles Wasserfassen als besonders nervend für die Teilnehmer......Fotos, die die Fehler auch noch belegen, lassen nur Tempo-Taschentücher die Tränen trocknen. Ab zum Mittagessen, nicht nur geistige Nahrung für den Schlussakt. Die Kids vom parallel ausgeführten Kindertrainingslager geben Nudeln ab, Gott sei Dank.

Akt 3
Ab ins Rennboot. Die „Hamburg“, der Doppelvierer, wird flottgemacht, das neue Mobo zu Wasser gelassen. Nun verschärfen sich die Fehler durch zusätzliche Anforderungen wie Bootsbalance und Steuern (Andreas hat sich dafür geopfert, aber gut gemeistert. Ein Gentleman eben!). Eine lange Ausfahrt schlaucht, Konzentration läßt nach. Dennoch innere Freude spürbar. Man hat Ziele gesetzt bekommen und kann weiter dahin arbeiten. Zufriedenheit, auch beim Trainer, macht die Runde. Eine Flasche Rotwein, ein Geschenk des Ruderteams, läßt Michael erstrahlen.

Epilog
Das Team kann einen solchen Kurs nur empfehlen. Es hat sich schon wieder verabredet, die „Hamburg“ in dieser Woche zu fahren. Sie suchen noch weitere Recken, die gewillt sind, neben dem Gig-Boot auch einmal Rennboot zu fahren, und vielleicht ist im Herbst sogar eine Regatta drin, wenn, ja wenn man gewillt ist, regelmäßig dafür zu trainieren.......

 

Michael Herzog