„Noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes werden in Norwegen 65 – 73 % der erfassten Personen mit Herzstillstand durch Laien reanimiert, in Albanien
sind dies 65 %, in Deutschland jedoch max. 28 % und da bereits nach 3 bis 5 Minuten Gehirnzellen absterben können, ist die schnelle, frühzeitige
Reanimation so wichtig“, so Dr. med. Raphael Weiss, Notarzt und selbst langjähriges Mitglied im ARC zu Münster.

Die Ruderinnen und Ruderer des Akademischen Ruder-Clubs (ARC) zu Münster waren sich ihrer Verantwortung bewusst und wollten sich im Rahmen des
Projekts „Ein Leben retten“ mit der Laienreanimation vertraut und kompetent machen. Das vom Vorstand organisierte Angebot stieß auf großen Resonanz, so dass bereits nach kurzer Zeit alle 22 Teilnehmerplätze vergeben waren. Nach einem kurzen Einführungsvortrag hieß es 1. Prüfen 2. Rufen und 3. Drücken. An Hand zweier lebensechter Reanimationspuppen, von denen eine gleich „Hans“ getauft wurde, wurde intensiv geübt. Woran erkenne ich, dass ich reanimieren muss? Wie organisiere ich Hilfe und Ablösung? Wie finde ich den richtigen Druckpunkt? Wie häufig, wie feste und wie schnell muss ich drücken? Wie löse ich ab?
Kann ich etwas falsch machen?

Das waren die zentralen Themenbereiche, die beim praktischen Training im Mittelpunkt standen.

Ernsthaft und engagiert wurde geübt. Jede/r Teilnehmer kam mehrfach an die Übungspuppen, so dass alleine „Hans“ mindestens 44 x reanimiert wurde.

Auch die erwartete Frage: „Was mache ich mit einem Defibrillator?“ wurde kompetent beantwortet: „Ich habe zwei mitgebracht und die Verwendung üben
wir jetzt auch noch.“

Das diese 22 Ruderinnen und Ruderer jetzt kompetente Hilfe leisten können, bekamen sie abschließend mit einem Diplom bestätigt. Alle waren sich einig,
ein gutes und wichtiges Angebot, das Schule machen sollte.